BILD        GRAFIK        PHILOSOPHISCHES                                 SKULPTUR        MAHNMAL        VERSCHIEDENES

 

                                                   INTENTION

Philosophisches, sozial-, konsum-, und kunstkritisches, sowie das "Sehen" im optischen und gedanklichen Sinn, sind die Grundelemente meiner künstlerischen Arbeit.


Einem Werk Sinn und Inhalt zu geben, um damit zum Nachdenken, Philosophieren und Diskutieren anzuregen, stellt die größte Herausforderung an mich, und darin sehe ich den wahren Wert meiner  Arbeit.


 

Stimmt das, was und wie wir etwas sehen oder zu sehen glauben, mit der Realität überein, oder ist dies alles nur Illusion und Wunschdenken?

Konstruiert unser Geist nur unseren Vorstellungen und Wün-schen entsprechendes, oder erkennt es die Wirklichkeit als solche. Dazu müsste zuerst einmal geklärt werden, was Wirklichkeit und Wahrheit ist, und wie man die Antwort - falls es eine gibt - darauf hin überprüfen kann.

 

Wenn wir schon bei der Betrachtung eines Bildes einer Illusion erliegen (wollen), wie können wir dann die Wirklichkeit, die Wahrheit, die Realität unserer Welt in ihrem ganzen Umfang erkennen und begreifen können?

Weil wir - leider oft zu unserem Verhängnis - doch nur etwas unserem Wissensstand, geistigen Vermögen, unseren Sinnen entsprechendes sehen und begreifen können, was aber fern jeder Realität sein kann.

 


Auf einigen meiner Bilder sind Punkte und Striche zu sehen.
Es sind dies aber nicht immer reale Punkte und Linien/Striche, sondern nur Illusionen und Täuschungen, die sich, wenn überhaupt, erst nach intensiver Betrachtung als solche zu erkennen geben. Diese Striche und Punkte existieren nur in unserer Phantasie, in unserer Sicht- und Denkweise.

 

Es funktioniert hier genau so wie in der Werbung, Wirtschaft, Religion, Politik usw. Wir sehen darin oft nicht das wirkliche "Produkt", sondern nur eine - oft heilsverkündende - Botschaft oder Illusion, der wir uns leider nur allzu oft gerne  ungeprüft hingeben.

 


Seit langen Jahren richte ich meine künstlerischen Arbeiten nach genauen Überlegungen und Konzepten aus. Meistens dauert dabei der Entwicklungsprozess länger als die Ausführung.

Ereignisse der letzten Jahre haben mich aber zur Überlegung gebracht, ob dies der einzige und richtige Weg ist.

 

Verschiedene Besucher in meinem Atelier waren begeistert  von Bildern, die eigentlich keine waren.

Es waren Arbeitsplatten, auf denen Farbe gemischt, gemalt, gezeichnet, sowie geklebt und geschnitten wurde.


Viele dieser Arbeitsplatten sahen aus wie geplante und durchdachte Kompositionen, waren aber in Wirklichkeit nur Zufallsprodukte, die zugegebenermaßen oft sehr interessant und dekorativ aussahen und vielfältige Interpretations-möglichkeiten zuließen.

 

Da ich solche "Zufallsprodukte" in unkontrollierte und unbewußte Malakte umwandeln möchte,  werde ich mich in nächster Zeit  intensiver damit beschäftigen. 

 

 

 

 

 

                                                                                           

                                                                                                   OBEN

 

 

Da diese Malerei völlig "Plan- und Sinnlos" ist, sollen es auch die Bildtitel dazu sein: sie sind ebenso sinnlos.

 

Deformierte  und unbrauchbar gemachte "Werkzeug- und Ge-räteskulpturen"  sollen  diese  PS-Bilder  ergänzen,  und  damit

auch die oftmalige Sinnlosigkeit mancher Konsumprodukte deutlich machen.

 

Mich interessiert, was Menschen in solch einem "Werk" sehen und erkennen können oder wollen.

Was ist es, das Menschen von plan/sinnlosem - in diesem Falle von Malerei/Kunst - begeistern lässt? Glauben sie, darin schwerwiegende Gedanken und Interpretationen erkennen und vielleicht auch verstehen zu können?

 

Ich will mit dieser PS-Malerei auch die (unbeantwortbare?) Frage, was Kunst ist oder nicht ist, zur Diskussion stellen.

 

Diese neuen Arbeiten sollen kein Ersatz für meine bisherigen Arbeiten sein, sondern sollen diese ergänzen und erweitern.

 

Am Schluss sei noch gesagt, dass diese "plan- und sinnlose" Malerei für mich viel schwieriger zu realisieren war und ist, als nach meinen üblichen Konzepten und Überlegungen zu arbeiten.

Es war und ist für mich eine große Herausforderung, aus dem üblichen Gestaltungsrahmen auszubrechen, und dabei neue Wege gehen zu können.

 

Es ist aber auch eine für mich unbedingt notwendige Arbeit, um damit meinen künstlerischen Horizont, und damit auch meine Seh- und Denkweise erweitern zu können.

Die Zukunft wird zeigen, wohin diese spannende Reise gehen kann und gehen wird.

 

 

Auch die LANDART ist mir wichtig. In meinen Arbeiten möchte ich die Natur mit einbeziehen, sie als lebende und sich stets wandelnde Schöpfung und als Lehrmeisterin zeigen und "mitarbeiten" lassen, um von ihr auch lernen zu können.

 

 

Fragen will ich stellen mit meinen Arbeiten. Auch Fragen, auf die es vielleicht keine, oder noch keine Antwort gibt.

 

Meine Arbeiten sollen deskriptiv/beschreibend, und nicht normativ/vorschreibend sein.

Sie sollen zeigen, wie es sein KANN, nicht wie es sein MUSS, und daher sind mir Dialog und Diskussion mit interessierten Menschen wichtig.

 

Damit wäre grundsätzliches zu meiner Arbeit gesagt.

 

Zukünftiges, neues und Interessantes wird sich finden und dafür sorgen, dass es in meiner Arbeit keinen Stillstand geben wird.

 

 

Manfred Brandstätter